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27. September 2011, Düsseldorf

Kraft-Wärme-Kopplung = Energieeffizienz
Klimaschützende Mini-Blockheiz-
kraftwerke ersetzen alte Heizungen
und ergänzen das Fernwärmenetz

Wirtschafts- und Energieminister Harry K. Voigtsberger und NRW-Landtagsabgeordnete diskutieren im Rahmen eines Effizienzdialoges mit der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. über die neuen Perspektiven des Energielandes Nordrhein-Westfalen und die Potentiale der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Eine ASUE-Studie aus dem Sommer zeigt auf, was mit KWK und im Besonderen mit der „kleinen, dezentralen KWK“ machbar ist.

„Alle KWK-Alternativen sind ökologischer als die getrennte Erzeugung in Kraftwerksparks und Heizkesseln“, so Dr. Bernhard Hörsgen, ASUE-Mitglied und Vorstand der Gelsenwasser AG, „auch kleine KWK-Anlagen können demgegenüber bis zu 33 % Primärenergie und bis zu 16 % CO2 einsparen. So kann auch außerhalb der Ballungszentren in Ein- und Mehrfamilienhäusern mit der kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung ein Beitrag zur Energiewende geleistet werden.“

Minister Voigtsberger erläuterte die Ziele der Landesregierung mit Blick auf die KWK: „Der Schlüssel für eine nachhaltige Energiepolitik liegt in einem effizienteren Erzeugungsportfolio und bei Effizienzsteigerungen auf der Verbrauchsseite. Hierfür ist der Ausbau der Kraft-Wärme–Kopplung ein wichtiger Schritt.“ Die Landesregierung will bis zum Jahre 2020 den Stromverbrauch um 20 Prozent senken und mehr als 25 Prozent des in Nordrhein-Westfalen erzeugten Stroms in KWK-Anlagen produzieren“.



„Moderne Blockheizkraftwerke produzieren Strom verbrauchernah, so dass die Stromnetze gegenüber der Stromerzeugung aus ortsfernen Großkraftwerken spürbar entlastet werden können. Dabei setzt die Landesregierung insbesondere auf die Mitwirkung der regionalen Versorger“, sagte Voigtsberger.

Die IZES-Studie im Auftrag der ASUE beschreibt die zunehmend wichtiger werdende Rolle der KWK im Zusammenspiel mit den erneuerbaren Energien – insbesondere Wind- und Sonnenstrom – als Lieferant für Regelenergie zur Stromnetzstabilisierung. Netzschwankungen infolge fluktuierender Stromerzeugung auszugleichen, wird eine der großen Herausforderungen bei der Entwicklung der Versorgungsinfrastruktur sein. Es wird gezeigt, wie die KWK dazu ökonomisch und ökologisch am sinnvollsten genutzt werden kann.

Durch den Ersatz und die Modernisierung der Heizungsanlagen lassen sich in Deutschland schnell über 10 Millionen Tonnen CO2–Emissionen pro Jahr einsparen. Erreicht werden kann das, mit den besonders effizienten „Strom erzeugenden Heizungen“, die nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom dezentral im eigenen Haus produzieren. Mit diesem praxisnahen Ansatz ist zugleich eine energiepolitische Vision verbunden. Dezentrale KWK-Anlagen können zukünftig mithilfe neuer, intelligenter Stromnetze zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden. Das ist eine Herausforderung für die heutige und eine Chance für die zukünftige Stromversorgungsinfrastruktur. Zugleich sind es auch unverzichtbare Impulse für Investitionen in den Klimaschutz und somit für Arbeitsplätze im Handwerk und bei Energiedienstleistern in der Region.


Impressionen der Veranstaltung


8. Juni 2011, Berlin

Blockheizkraftwerke können
Atomausstieg hervorragend flankieren

Berlin, 8. Juni 2011 – Durch den forcierten Ausbau dezentraler Blockheizkraftwerke (BHKW) kann der beschlossene
Ausstieg aus der Atomenergie und damit einhergehend der Zubau erneuerbarer Energien hervorragend fl ankiert werden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Institut für ZukunftsEnergieSysteme (IZES) heute beim Effizienzdialog der Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch (ASUE) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) vorgestellt hat. Um den Ausbau dieser Anlagen, die das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) umsetzen, weiter vorantreiben zu können, müssen nach Auffassung der beiden Verbände jedoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst werden. Dazu gehört auch, die gewerbsmäßigen Betreiber von KWK-Anlagen von der sogenannten EEG-Umlage in Höhe von 3,53 Cent je Kilowattstunden zu entlasten.
 
Andreas Prohl, Präsident der ASUE erklärte dazu: „Wenn die Energiewende gelingen soll, muss Energieeffi zienz auf
der Nachfrage- und der Angebotsseite ganz oben auf der Agenda stehen. Der volkswirtschaftliche Vorteil ist eindeutig: deutliche Reduzierung des fossilen Energieeinsatzes und damit der CO2-Emissionen. Die Kraft-Wärme-Kopplung ist eine Schlüsseltechnologie für eine verbesserte Energieeffizienz auf der Angebotsseite - KWK-Anlagen erreichen einen Wirkungsgrad von über 90 Prozent.“
 
Michael Geißler, Vorstandsvorsitzender des eaD, sagte: „Die dezentrale KWK wird in Zukunft eine wichtige Rolle
spielen, um Strom aus erneuerbaren Energien in die Netze zu integrieren, Stabilität in der Versorgung zu gewährleisten und die Übertragungsnetze zu entlasten. Deshalb sollte der Gesetzgeber allen Betreibern von KWK-Anlagen gleich gute Entwicklungschancen ermöglichen.“



Das aktuelle KWK-Gesetz enthält für Mikro- und Mini-Blockheizkraftwerke mit einer elektrischen Leistung bis
zu 50 kW Förderregelungen, die den Erhalt eines Zuschlags von 5,11 Cent pro Kilowattstunde vorsehen. Die Belastung des umweltfreundlich erzeugten KWK-Stroms durch die EEG-Umlage konterkariert nach Auffassung von ASUE und eaD jedoch diese Förderung. Auch in dem jetzt vorgelegten Referentenentwurf zum neuen EEG wird dieser Widerspruch nicht beseitigt, mit der Folge, dass durch die steigende EEG-Umlage der KWK-Bonus immer weiter zusammenschmilzt. Dadurch haben es Energie-dienstleister als treibende Kraft beim Ausbau der dezentralen KWK immer schwerer, ihre Anlagen wirtschaftlich zu betreiben. Laut der von Professor Uwe Leprich vom IZES vorstellten
KWK-Studie zu den energiewirtschaftlichen Perspektiven dezentraler Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Deutschland
ist unter günstigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bis zum Jahr 2020 ein Zubau an installierter Leistung in Höhe von insgesamt 4.200 Megawatt möglich.

Der Leistungszuwachs allein bei Mikro- und Mini-Blockheizkraftwerken bis 50 kW elektrisch kann bis zu 500 Megawatt betragen. Eine künftig stärker marktorientierte Fahrweise der dezentralen KWK-Anlagen trägt zum Ausgleich der fluktuierenden Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen bei, insbesondere auch durch die Möglichkeit ihrer Zusammenschaltung („virtuelle Kraftwerke“). Sowohl im Hinblick auf ihre Flexibilität als auch ihre ökologische Bilanz schneiden sie dabei deutlich besser ab als die Anlagen im bestehenden Kraftwerkspark.
 
Die Studie kommt ebenfalls zu dem Ergebnis, das der Ausbau der KWK-Anlagen durch eine unfl exible Förderung und eine Reihe weiterer Hemmnisse erschwert wird. Das IZES empfiehlt eine ganze Reihe von gesetzlichen Verbesserungen sowohl im KWK-Gesetz (KWKG), im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), im Energiesteuergesetz (EnergieStG) und im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). So sollte unter anderem der maximale Förderzeitraum ausgeweitet und die Übertragbarkeit ungenutzter Förderung ermöglicht werden. Das aktuelle Signal der Bundesregierung, die Förderung der KWK über 2016 hinaus fortzusetzen und die Förderung effizienter einzusetzen, ist in diesem Zusammenhang ermutigend und sollte rasch mit Inhalten gefüllt werden.

Bundesverband der Energie- und
Klimaschutzagenturen Deutschlands – eaD e. V.

Der Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) ist die gemeinsame Interessensvertretung der regionalen und kommunalen Energie- und Klimaschutzagenturen in Deutschland. Der eaD fördert die Zusammenarbeit und den Ideenaustausch seiner Mitglieder und bündelt ihre Interessen auf Bundesebene gegenüber den politischen Institutionen, anderen Verbänden und in den Medien.
 
Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V.

Die ASUE, Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V., wurde 1977 gegründet. Sie fördert vor allem die Weiterentwicklung und
weitere Verbreitung sparsamer und umweltschonender Technologien auf Erdgasbasis. Dabei ist es vorrangiges Ziel,
Energiespartechniken den Weg in die praktische Anwendung
zu ebnen. 

 



Impressionen der Veranstaltung


22.03.2011, Berlin/Dresden

Förderstopp bremst umweltfreundliche Mini-Blockheizkraftwerke aus

Nach dem Abbruch des Mini-KWK-Förderprogramms vor einem Jahr ist der Absatz Strom erzeugender Heizungen deutlich zurückgegangen. Das geht aus einer aktuellen Herstellerbefragung der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. und vorläufigen Zahlen vom Öko-Institut/Energie & Management hervor. Während 2009 mit steigender Tendenz rund 4.400 Kraft-Wärme-Kopplungsgeräte (KWK) installiert wurden, waren es im Jahr 2010 nur noch ca. 4.000. Für die beteiligten Branchen ist das ein herber Rückschlag auf dem Weg, diese energieeffizienten Anlagen verstärkt in den Markt zu bringen, wird im ASUE-Effizienzdialog mit sächsischen Landtagsabgeordneten und Wirtschaftsminister Sven Morlok in Dresden berichtet.

„Die Folgen des Förderstopps sehen wir heute: Hersteller waren verunsichert und Hausbesitzer investierten 2010 deutlich weniger in diese innovative Technologien. Trotz dieser Verunsicherung setzen alle namhaften Heizgerätehersteller auf Mini-KWK, wie die Energie- und Gebäudetechnik-Messe ISH in der vergangenen Woche zeigte. Wenn die KWK verstärkt in diesen Markt gebracht werden soll, sind verlässliche politische Rahmenbedingungen unverzichtbar. Die ASUE fordert deshalb klare Signale von der Politik, z.B. mit einer Anschubförderung moderne Mini-KWK-Technologie zu unterstützen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, sagt Dr. Andreas Auerbach, ASUE-Vorstandsmitglied.

 

 

Im Jahr 2008 passte das Mini-KWK-Förderprogramm der Bundesregierung ins Konzept, den Anteil des in KWK-Anlagen erzeugten Stroms in Deutschland bis 2020 auf dann 25 % zu verdoppeln. Auch kleine Blockheizkraftwerke, sollten zum Erreichen dieses Klimaschutzziels beitragen. Während 2008 etwa 1.800 Mini-KWK mit einer Leistung bis zu 50 KWel in Betrieb gingen, waren Anfang 2010 schon über 10.000 Förderanträge eingegangen und der Fördertopf plötzlich leer. Trotzdem wurden vor einem Jahr keine neuen Mittel mehr für den  Bundeshaushalt eingeplant und damit kam das Aus für das Förderprogramm.

Durch den Ersatz und die Modernisierung der Heizungsanlagen lassen sich in Deutschland schnell über 10 Millionen Tonnen CO2–Emissionen pro Jahr einsparen. Erreicht werden kann das, mit den besonders effizienten „Strom erzeugenden Heizungen“, die nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom dezentral im eigenen Haus produzieren. Mit diesem praxisnahen Ansatz ist zugleich eine energiepolitische Vision verbunden. Dezentrale KWK-Anlagen können zukünftig mithilfe neuer, intelligenter Stromnetze zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden. Das ist eine Herausforderung für die heutige und eine Chance für die zukünftige Stromversorgungsinfrastruktur. Zugleich sind es auch unverzichtbare Impulse für Investitionen in den Klimaschutz und somit für Arbeitsplätze im Handwerk und bei Energiedienstleistern in der Region.

 



Impressionen der Veranstaltung




17.11.2010, Berlin/Mainz

Energieverbrauch steigt in 2010 deutlich an – Bundesregierung muss Kraft-Wärme-Kopplung
mit Energie- und Klimafonds stärken

Die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. warnt angesichts des von der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für 2010 berechneten Anstiegs des Primärenergieverbrauchs um knapp vier Prozent vor dem Scheitern wichtiger Klimaschutzziele. Kaum zieht die Konjunktur wieder an, wächst auch der Energieverbauch merklich. Weil sich der Anteil CO2-armer Energieträger am Energiemix nur geringfügig verändert hat, nimmt der CO2-Ausstoss in diesem Jahr um rund vier Prozent zu.
 
Diese Entwicklung macht deutlich, dass einer der wichtigsten Schlüssel zum Erreichen der Klimaschutzziele nach wie vor im effizienten Umgang mit Energie liegt. „Deshalb muss das Effizienzpotenzial der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) konsequent genutzt werden. Mit innovativen, energiesparenden Technologien wie kleinen, dezentralen KWK-Anlagen lässt sich gerade im Gebäudebereich die Klimabilanz verbessern. Immerhin werden rund 40 % der Energie in Gebäuden verbraucht“, erläutert Hugo Wiemer, ASUE-Präsidiumsmitglied, zum Auftakt des ASUE-Effizienzdialogs in Mainz.

 

 

Auch für die rheinland-pfälzische Umweltstaatssekretärin Jacqueline Kraege kommt es bei der CO2-Vermeidung auf das richtige Rezept an: „Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Energieeinsparung ist die Steigerung der Energieeffizienz in Industrie, Gewerbe aber auch in den privaten Haushalten eine der tragenden Säulen unserer Energie- und Klimaschutzpolitik. Durch den Ersatz herkömmlicher Heizungsanlagen mit hocheffizienten Strom erzeugenden Heizungen in Kraft-Wärme-Kopplung werden unsere regenerativen, aber auch fossilen Energieressourcen bei der Strom- und Nutzwärmeerzeugung geschont und die energiebedingte CO2-Emissionen deutlich reduziert.“
 
Damit der Gebäudewärmebedarf in Deutschland, wie von der Bundesregierung gewollt, bis 2050 um 80 % sinkt, müssen neben den Energieeinsparanforderungen auch die im Energiekonzept des Bundes angekündigten Regelungen zum Mietrecht und Wärmecontracting schnell angepasst werden. „Der Erfolg der Klimaschutzpolitik hängt von einem schlüssigen Gesamtkonzept ab. Rechtliche und technische Vorschriften müssen aufeinander abgestimmt und Anreize für innovative Technologien im neuen Energie- und Klimafonds verlässlich angelegt sein“, fordert Wiemer
 
Experten beurteilen die Klimaschutzziele im Gebäudebereich noch mit großer Skepsis, weil es nur zu erreichen ist, wenn die Gebäudesanierungsrate von etwa einem auf gut zwei Prozent pro Jahr verdoppelt wird. Ein beschleunigter Austausch bisheriger Heizungsanlagen durch moderne Technologien wäre genau der richtige Impuls. Dadurch ließen sich in Deutschland schnell über 10 Millionen Tonnen CO2–Emissionen pro Jahr einsparen. Hier bietet sich somit die Chance, mit besonders effizienten „Strom erzeugenden Heizungen“ nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom dezentral im eigenen Haus zu produzieren. Mit diesem praxisnahen Ansatz ist zugleich eine energiepolitische Vision verbunden. Dezentrale KWK-Anlagen können zukünftig mithilfe neuer, intelligenter Stromnetze zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden. Das ist eine Herausforderung für die heutige und eine Chance für die zukünftige Strom-versorgungsinfrastruktur. Zugleich sind es auch unverzichtbare Impulse für Investitionen in den Klimaschutz und somit für Arbeitsplätze im Handwerk und bei Energiedienstleistern in
der Region.

 



Impressionen der Veranstaltung



06.10.2010, Berlin/Stuttgart

Ohne Kraft-Wärme-Kopplung sind die Klimaschutzziele nicht zu schaffen – Energiekonzept der Bundesregierung muss nachgebessert werden

Das neue Energiekonzept des Bundes stellt aus Sicht der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. das eigene Ziel der Bundesregierung, den Stromanteil aus der klimaschonenden Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bis 2020 auf 25 % zu verdoppeln, in Frage. ASUE-Vorstandsmitglied Paolo Conti, Sprecher der Geschäftsführung der GasVersorgung Süddeutschland, betont im ASUE-Effizienzdialog in Stuttgart, dass sich im Energiekonzept der KWK-Ausbau nicht ausreichend wieder findet.
 
“Es muss nachgebessert werden. Wer die angekündigten Klimaschutzziele erreichen will, muss das Effizienzpotential der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nutzen. Mit innovativen, energiesparenden Technologien wie kleinen, dezentralen KWK-Anlagen lässt sich gerade im Gebäudebereich die Klimabilanz verbessern. Dafür muss die Bundesregierung nun die Weichen stellen“, so Conti weiter.
 
„Baden-Württemberg hat sich im Rahmen seines Energiekonzepts für das Jahr 2020 anspruchsvolle Ziele gesetzt. Unter anderem soll der Anteil der KWK an der Stromversorgung im Land von heute 10 % bis 2020 auf 20 % steigen. Ich bin überzeugt, dass die Potenziale der KWK noch nicht ausgeschöpft sind. Da Baden-Württemberg bundesweit eine Vorreiterrolle übernommen hat, werde ich mich weiterhin für das Thema einsetzen“, lässt Wirtschaftsminister Ernst Pfister ausrichten.

 

 

Wenn es nach dem Energiekonzept des Bundes geht, sollen die Treibhausgasemissionen und zugleich der Gebäudewärme-bedarf in Deutschland bis 2050 um 80 % gesenkt werden. Experten beurteilen dieses Ziel mit großer Skepsis, weil es nur zu erreichen ist, wenn die Gebäude-sanierungsrate von etwa einem auf gut zwei Prozent pro Jahr verdoppelt wird. Ein Schlüssel zum Erfolg kann der Austausch bisheriger Heizungs-anlagen durch moderne Technologien sein. Dadurch könnten in Deutschland schnell über 10 Millionen Tonnen CO2–Emissionen pro Jahr eingespart werden. Hier bietet sich die Chance, mit besonders effizienten „Strom erzeugenden Heizungen“ nicht nur Wärme, sondern gleichzeitig auch Strom dezentral im eigenen Haus zu produzieren. Mit diesem praxisnahen Ansatz ist zugleich eine energiepolitische Vision verbunden. Dezentrale KWK-Anlagen können zukünftig mithilfe neuer, intelligenter Stromnetze zu virtuellen Kraftwerken zusammengeschaltet werden.
 
Dr. Frieder Schmitt, Leiter der Konzernabteilung Technologie und Innovation der Mannheimer MVV Energie AG, betont die Bedeutung dezentraler KWK-Anlagen für die Energieversorgung der Zukunft: „Energieeffizienz und Regionalität sind Bausteine zukunftsfähiger Energiesysteme. Insbesondere für kommunale Unternehmen bieten sich hier Chancen für neue Produkte und Geschäftsfelder.“
 
Damit diese Zukunftsaufgaben auch bei der Gebäudesanierung bewältigt werden können, bleibt die Bundesregierung gefordert, die im Energiekonzept des Bundes angekündigten Regelungen zum Mietrecht und Wärmecontracting schnell anzupassen. Sie muss dafür verlässliche und widerspruchsfreie Rahmen-bedingungen und Anreize für innovative Technologien setzen. Das sind unverzichtbare Impulse für Investitionen in den Klimaschutz sowie für Arbeitsplätze im Handwerk und bei Energiedienstleistern in der Region.



Impressionen der Veranstaltung



14. Oktober 2010, Berlin/Brandenburg

Marktpartnergespräch
»Mikro-KWK, die Mehr-als-Heizung«

Das Thema »Mikro-KWK-Technologie – Die neue Generation der Heizungstechnik« steht im Mittelpunkt der Veränderungen auf dem Energiemarkt – weg von der zentralen, hin zur dezentralen Energieversorgung. Die neuen Mikro-KWK-Technologien sind eine Antwort auf die energiepolitischen Herausforderungen und dienen der effizienten Energieanwendung im Wärmemarkt.
 
Aufgrund der großen positiven Resonanz auf das Marktpartner-gespräch im Juni 2010 wiederholen wir diese Veranstaltung für die Region Berlin/Brandenburg. Es ist ein Forum von Architekten, Planern, Gebäudeeigentümern, dem SHK-Handwerk und der Gaswirtschaft für einen praxisbezogenen Gedanken- und Erfahrungsaustausch zu aktuellen marktpolitischen und technischen Themen.
 
Mit dem Marktpartnergespräch 2010 geben wir einen Überblick der verschiedenen technischen Lösungsansätze, Einsatz-bedingungen, technischen und betriebswirtschaftlichen Kenngrößen für alle energiebewussten Energienutzer und ihrer Partner. Wir wollen den Teilnehmern den Weg für eine zielgerichtete Weiterinformation ebnen.
 
Das 17. Marktpartnergespräch wird begleitet von einer Ausstellung, in welcher diese neue Heizungstechnik  vorgestellt wird. Zehn Hersteller von innovativen Mikro-KWK-Techniken haben ihre Teilnahme zugesagt. Mit unserer Veranstaltung wollen wir unsere gute partnerschaftliche Zusammenarbeit weiterführen.
 
Herzlich willkommen in Dahlewitz bei Berlin!


07. 0ktober 2010, Oberhausen

Wärmemarkt der Zukunft

Liebe Interessentinnen!
Liebe Interessenten!

Wir laden Sie herzlichst zu der TTH-Informationsveranstaltung „Wärmemarkt der Zukunft“ ein.

Voraussichtlich steigt der Weltenergieverbrauch in den nächsten Jahren deutlich an. Neben den damit verbundenen zunehmenden Emissionen, die die Luft und das Klima belasten, ist ein bewusster Umgang mit den begrenzten fossilien Energieträgern unbedingt erforderlich. Aufgrund dieser Entwicklung werden nachhaltige Alternativen immer wichtiger. Neben der effizienteren Nutzung der vorhandenen Ressourcen und der Einbindung regenerativer Energieträger sind neue Möglichkeiten der Energieerzeugung eine zukünftige Herausforderung.

Es erwarten Sie interessante Beiträge zu den Themen Rahmenbedingungen, Wärmepumpen, BHKW und Biogas.

Bitte melden Sie sich zur kostenfreien Informationsveranstaltung bis zum 30. September 2010 an.

Per E-Mail: schulz (at) shk-nrw.de oder im Internet


Bundesregierung streicht Mini-KWK-Förderung –
Bayerische Landespolitik für effiziente Kraft-Wärme-Kopplung

Berlin, den 15. Juli 2010 – Nach dem Aus für das Mini-KWK-Förderprogramm hat die ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. die Debatte über klimaverträgliche und äußerst effiziente Energie-versorgungssysteme in Deutschland mit dem bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil und den fachpolitischen Sprechern aller Landtagsfraktionen aufgenommen. Im Mittelpunkt des ASUE-Effizienzdialogs unter dem Titel „(R)Evolution im Heizungskeller“ am 14. Juli 2010 auf der Münchner Praterinsel standen die aktuellen Klimaschutzziele der Bundesregierung und die Erhöhung des Anteils von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) an der Stromversorgung. Gut 80 Entscheider aus Politik, Verwaltung, Unternehmen, Kammern und Verbänden diskutierten die Perspektiven der dezentralen Stromerzeugung durch Kleinkraftwerke.

„Die Bundesregierung muss nun Antworten auf die Frage geben, wie sie zur Erhöhung des KWK-Stromanteils beitragen will, wenn sie ihre eigenen Klimaschutzziele nicht gefährden will“, forderte Klaus-Peter Dietmayer, Mitglied des Präsidiums der ASUE. Angekündigt hatte sie die Verdopplung des KWK-Stromanteils auf 25 % bis 2020. Bis zum Stopp des Mini-KWK-Förder-programms wurde deshalb bis Ende 2009 auch der Einsatz kleiner KWK-Anlagen mit Zuschüssen unterstützt. „Ohne finanzielle Anreize wird die Nachfrage einbrechen und dieser Pfad der effizienten Energienutzung blockiert werden. Für die Entwicklung neuer Gerätelinien kann das das Aus bedeuten, denn insbesondere neue Technologien sind auf ihrem Weg in den Markt auf verlässliche, konsistente Rahmenbedingungen angewiesen“, erklärte Dietmayer. Mit Blick auf die Energieeffizienz hob Minister Martin Zeil die Bedeutung der Kraft-Wärme-Kopplung hervor, denn sie „führt zu einem insgesamt verringerten Brennstoffbedarf und ist nicht nur für Industriebetriebe sondern gerade auch für Privathaushalte sehr interessant.“ Aus diesem Grund beurteilte Tobias Reiß, energiepolitischer Sprecher der CSU-Fraktion, „eine Förderung als sinnvoll, um neuen Technologien zur Marktfähigkeit zu verhelfen.“

 

  

Durch den Einsatz moderner Technologien ist eine Reduzierung von jährlich über 10 Millionen Tonnen CO2 möglich. Hier eröffnet sich die Chance, mit „Strom erzeugenden Heizungen“ nicht nur Wärme, sondern auch Strom dezentral im eigenen Haus zu produzieren. „Insbesondere Eigenheimbesitzer sollten sich vor der Modernisierung ihrer Heizungsanlage intensiv informieren und z. B. auch Nachbarschaftsmodelle zur gemeinsamen Nutzung von KWKAnlagen ins Kalkül ziehen“, empfahl Ludwig Hartmann, energiepolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. „Auch die regionale Politik muss sich der Herausforderung der konkreten Umsetzung klimapolitischer Ziele stellen, dabei beim Bürger für Akzeptanz werben und gleichzeitig bürokratiearme Unterstützung anbieten“, skizzierte Tobias Thalhammer, energiepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion.

Die ASUE fordert die Weiterführung einer Anreizförderung für Mini-KWK-Anlagen, weil diese ein unverzichtbarer Impuls für Investitionen in den Klimaschutz ist sowie für Arbeitsplätze im Handwerk und bei Energiedienstleistern in der Region. „Bisher hat jeder Förder-Euro eine etwa achtfache Investition ausgelöst – gut angelegtes Geld. Alles spricht also für eine Unterstützung dieser innovativen Technologie“, sagte Dietmayer.



Impressionen der Veranstaltung


Berliner Energietage 2010 
Energieeffizienz in Deutschland

Im Rahmen der Berliner Energietage 2010 hat die ASUE – Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und
umweltfreundlichen Energieverbauch e.V. – am Mittwoch, 12. Mai 2010 ein Vortragsforum zum Thema
"(R)Evolution im Heizungskeller – Dezentrale Wärme- und Stromversorgung für jedermann" – veranstaltet. 

Fast 200 Teilnehmer belegen das große Interesse an der Thematik "Strom erzeugende Heizung".
Die unterschiedlichen Vorträge beleuchteten die Komplexität des Themas mit Sicht auf die Entwicklung
des Heizungsmarktes, sowie den aktuellen Entwicklungsstand der Strom erzeugenden Heizung. 

Vertreter von namhaften Herstellern gaben eine Übersicht über die jeweiligen Entwicklungen, die
technischen Spezifikationen und Perspektiven hinsichtlich einer Markteinführung. 

Die Veranstaltung wurde in etlichen Kommentaren als rundum gelungen bewertet, was auch an den
zahlreichen Fragen aus dem interessierten Auditorium und den intensiv geführten Diskussionen gelegen hat.

Mit 47 Veranstaltungen sind die Berliner Energietage 2010 bundesweit die mit Abstand größte
Veranstaltung im Themenfeld „Energieeffizienz und Erneuerbare Energien“ in Deutschland.
Diesen Stellenwert unterstreicht auch die aktive Teilnahme von drei Bundesministerien. So bereicherten
das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundesbauministerium und das Bundesumweltministerium die
Berliner Energietage 2010 mit eigenen Vortragsreihen.

Begrüßung und Moderation
Dr. Thorsten Formanski, Leiter Transferstelle neue Produkte, ASUE –
Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V.

Wärmemarkt im Umbruch – Vollkostenvergleich 
von Heizungs- und Warmwassersystemen
Prof. Dr. Bert Oschatz, Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden GmbH

Die Strom erzeugende Heizung 
– Status Quo und Technologieperspektiven
Dr. Thorsten Formanski, ASUE – Arbeitsgemeinschaft für sparsamen
und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V.

Strom erzeugende Heizung – Planung, Auslegung 
und Wirtschaftlichkeit von Mikro-KWK-Anlagen
Till Wodraschka, Bosch Thermotechnik GmbH (Buderus Deutschland)

Strom erzeugende Heizung – Planung, Auslegung
und Wirtschaftlichkeit von Mikro-KWK-Anlagen
Annika Röttger, Viessmann Werke GmbH & Co. KG

Strom erzeugende Heizung – Planung, Auslegung 
und Wirtschaftlichkeit von Mikro- und Mini-KWK-Anlagen
Frank Gäbler, Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG


ASUE sieht Klimaschutzziele in Gefahr Förder-Jo-Jo behindert innovative Mini-KWK-Technologie

ASUE: Mini-KWK-Förderung muss bleiben

„(R)Evolution im Heizungskeller“ – so lautete der Titel des ASUE-Effizienzdialoges, den die Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. am 4. März im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin veranstaltete. Die mehr als 120 Teilnehmer – vorwiegend Abgeordnete des deutschen Bundestags sowie Vertreter von Ministerien und der Wirtschaft – erörterten dabei die Möglichkeiten der dezentralen Stromerzeugung durch Kleinkraftwerke hinsichtlich der aktuellen Klimaschutzziele der Bundesregierung und der Erhöhung des Anteils von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) an der Stromversorgung. Ziel der Veranstaltung war es, die Debatte über klimaverträgliche und äußerst effiziente Energieversorgungssysteme in Deutschland zu intensivieren – sowohl unter politischen und rechtlichen als auch technischen Gesichtspunkten. Ausgangspunkt der Diskussion war die Kürzung von Förderprogrammen insbesondere bei energetischen Sanierungsvorhaben. ASUE-Präsident Andreas Prohl hält dies für problematisch: „Mit dem Stopp des Klimaschutz-Impulsprogramms kappt die Bundesregierung die aktuelle Geräte-Nachfrage und riskiert damit auch ihr eigenes Ziel, bis 2020 den KWK-Stromanteil auf 25 % zu verdoppeln.“ Er empfiehlt statt dessen die Fortführung des Mini-KWK-Förderprogramms im früheren Umfang, um weitere Impulse für Investitionen in den Klimaschutz, die Entwicklung neuer Gerätelinien sowie für Arbeitsplätze zu geben.



Vor der Kürzung hatten Bauherren die Förderangebote der Bundesregierung für Mikro- und Mini-KWK-Anlagen sehr gut angenommen. „Seit Herbst 2008 wurden 10.200 Förderanträge gestellt und gut 7.000 Mini-KWK-Anlagen sind seitdem in Betrieb gegangen. Der Markt hat auf diese Rahmenbedingungen schnell reagiert und die Modellvielfalt nahezu verdoppelt“, so der ASUE-Präsident. Er sieht nach der Kürzung der Förderung aber die Gefahr, dass ehrgeizige Klimaschutzziele wie die Erhöhung des Stromanteils aus der umweltschonenden KWK unter die Räder geraten: „Neue Anträge auf Förderung treffen nun kaum noch ein. Ohne finanzielle Anreize wird die Nachfrage weiter zusammenbrechen und diesen Pfad der effizienten Energienutzung blockieren. Für die Entwicklung neuer Gerätelinien kann das das Aus bedeuten, denn der Markt ist auf verlässliche, konsistente Rahmenbedingungen angewiesen.“

Die ASUE fordert die Fortführung des Klimaschutz-Impulsprogramms im früheren Umfang, um weitere Impulse für Investitionen in den Klimaschutz sowie für Arbeitsplätze in Industrie, Handwerk und bei Energiedienstleistern zu geben. Außerdem würde sonst die Chance vertan, die alten Heizungen, die in den nächsten Jahren modernisiert werden müssen, durch eine der derzeit effizientesten und umweltschonendsten Technologien überhaupt zu ersetzen. Denn Mini-KWK-Anlagen erzeugen neben Wärme für Heizung und Warmwasser auch elektrischen Strom, wobei sich durch die verbrauchsnahe Bereitstellung der Nutzenergien die Übertragungsverluste auf ein Minimum reduzieren. Zudem arbeiten diese Systeme mit einem hohen Wirkungsgrad und emittieren im Vergleich zur getrennten Bereitstellung von Wärme und Strom bis zu 40 Prozent weniger Kohlendioxid. Da nicht im Haus benötigter Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, lassen sich bei intelligenter Verknüpfung der Einzelanlagen virtuelle Großkraftwerke realisieren. Bei Einsatz von Bioerdgas als Brennstoff können diese Strom erzeugenden Heizungen auf einfache Weise auch mit regenerativ erzeugter Energie betrieben werden. Die Förderangebote der Bundesregierung für Mikro- und Mini-KWK-Anlagen und die CO2-Gebäudesanierung sind im vergangenen Jahr von den Bauherren sehr gut angenommen worden – nun gefährden gekürzte Förderprogramme insbesondere im privaten Gebäudebereich energetische Sanierungsvorhaben. Ehrgeizige Klimaschutzziele wie die Erhöhung des Stromanteils aus der umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) geraten in der Debatte über Fördermittel unter die Räder. Innovative Klimaschutztechnologien und die Förderpolitik der Bundesregierung bestimmten den spannenden ASUE-Effizienzdialog „(R)Evolution im Heizungskeller - Dezentrale Wärme- und Stromerzeugung für jedermann“ mit den fachpolitischen Sprechern der Bundestagsfraktionen sowie gut 120 Gästen aus Politik, Ministerien, Verbänden und der Energiewirtschaft. Parallel zu dem im Bundestag beratenden Haushaltsauschuss wurde in einem hochkarätig besetzten Podium über die notwendigen Impulse zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele im Wärme- und Strommarkt diskutiert.

„In den nächsten Jahren müssten von 17,8 Millionen fast 5 Millionen Heizungen allein im Ein-Familienhausbereich modernisiert werden. Das sind mittelfristig Investitionen in Höhe von mehr als 40 Milliarden Euro, hinzu kommt noch die Erneuerung von Anlagen in Mehrfamilienhäusern“, so Andreas Prohl, Präsident der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V. Die Dimension des Modernisierungspotenzials machen allein die knapp 80 % der gegenwärtigen Heizungsanlagen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.

Durch den Einsatz moderner Technologien ist eine Reduzierung von jährlich über 10 Millionen Tonnen CO2 möglich. „Hier eröffnet sich die Chance, mit „Strom erzeugenden Heizungen“ nicht nur Wärme, sondern auch Strom dezentral im eigenen Haus zu produzieren. Damit ist zugleich eine energiepolitische Vision verbunden“, so Andreas Prohl, „viele dezentrale KWK-Anlagen lassen sich zukünftig mithilfe neuer, intelligenter Stromnetze zu virtuellen Kraftwerken zusammenschalten. Das ist eine Herausforderung für die heutige Stromversorgungsinfrastruktur.“

Mit einem Stopp des Mini-KWK-Förderprogramms kappt die Bundesregierung die aktuelle Mini-KWK-Nachfrage und riskiert damit auch ihr eigenes Ziel, bis 2020 den KWK-Stromanteil auf 25 % zu verdoppeln. Seit Herbst 2008 wurden 10.200 Förderanträgen gestellt, und gut 7.000 Mini-KWK-Anlagen sind seitdem in Betrieb gegangen. Der Markt hat auf diese Rahmenbedingungen schnell reagiert, die Modellvielfalt insbesondere durch neue Hersteller hat sich nahezu verdoppelt. Neue Anträge treffen nun aber kaum noch ein – der Faden ist gerissen. „Ohne finanzielle Anreize werden Nachfrage und Angebot zusammenbrechen und dieser Pfad der effizienten Energienutzung blockiert werden. Für die Entwicklung neuer Gerätelinien kann das das Aus bedeuten, denn der Markt ist auf verlässliche, konsistente Rahmenbedingungen angewiesen“, erläutert der ASUE-Präsident.

Dass es ehrgeizig ist, bis 2020 den KWK-Stromanteil auf 25 % zu erhöhen, sieht auch Dr. Joachim Pfeiffer, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-CSU-Bundestagsfraktion. „Aber mit innovativen Dienstleistungen ist das Ziel erreichbar und trotz knapper Finanzmittel sind gerade bei neuen, innovativen Technologien in der Anfangsphase kontinuierliche Rahmen-bedingungen nötig“, so Pfeiffer. Einen Schritt weiter geht Dirk Becker, SPD, Mitglied des Bundestagsumweltausschusses, wenn er sagt: „Für politisch gewollte Technologien wie die KWK - und insbesondere die kleine KWK – muss das Mini-KWK-Förderprogramm in voller Höhe weitergeführt werden. Ohne Förderung wird es nämlich schiefgehen.“

Die ASUE unterstützt die Forderung nach Weiterführung des Mini-KWK-Förderprogramms ganz entschieden, weil es ein Impuls für Investitionen in den Klimaschutz sowie für Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk sowie bei Energiedienstleistern in der Region ist.

 



Impressionen der Veranstaltung




Strom erzeugende Heizungen im Erdgas-Innovationsforum

Impressionen von der GAT 2009, die am 22. und 23. September 2009 in Leipzig stattfand.
 
Im Rahmen der GAT 2009 wurde von ASUE und dem DVGW gemeinsam mit 20 Partnern das Erdgas-Innovationsforum organisiert und präsentiert. Unter
den vorgestellten Innovationen und Entwicklungen aus unterschiedlichsten Anwendungsbereichen nahm die Strom erzeugende Heizung einen umfangreichen Part ein. Darüber hinaus wurde das Thema im Vortragsforum ebenfalls behandelt.







Praxis und Perspektiven „Strom erzeugender Heizungen“

Ein Rückblick auf die Veranstaltung vom 20. August 2009 in Essen

Praxis und Perspektiven „Strom erzeugender Heizungen“ waren Thema des ASUE-Effizienzdialogs im Essener ComIn Forum am 20. August 2009. Experten diskutierten mit Entscheidern aus Politik und
Verwaltung, mit Planern und Architekten, sowie Vertretern von Kammern, Verbänden und der Immobilienwirtschaft über die Zukunft der Heizungstechnologie. Die neuesten Mini-KWK-Geräte konnten in einer Ausstellung besichtigt werden.







ASUE-Fachtagung
"Wärme und Strom im Haus umweltschonend selbst erzeugen"

Ein Rückblick auf die Veranstaltung vom 28. September 2007 in Augsburg

Mehr als 100 Teilnehmer der im Rahmen der RENEXPO 2007 ausgerichteten Tagung haben sich einen Überblick über die verfügbaren bzw. kurz vor der Markteinführung stehenden Geräte verschafft.

Darüber hinaus wurden sowohl Auslegung, Genehmigung sowie wärme- und stromseitige Einbindung, als auch
Erfahrungen von Feldtests mit Geräten, die sich gerade in der Markteinführung befinden bzw. diese in naher Zukunft haben werden, behandelt.

Mitveranstalter der Tagung war die erdgas schwaben gmbh, auf deren RENEXPO-Messestand verschiedene bereits verfügbare bzw. in der Entwicklung befindliche Geräte besichtigt werden konnten.

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Die Strom erzeugende Heizung auf der ISH 2007

Vom 6. bis 10. März 2007 präsentierten wir zukunftweisende Technologien auf
der ISH.



ASUE-Fachtagung
"Strom erzeugende Heizungen – Techniken für heute und morgen"

Ein Rückblick auf die Veranstaltung vom
7. September 2006 in Leipzig. Mehr als 120 Teilnehmer der bei der VNG Verbundnetz Gas AG in Leipzig ausgerichteten Tagung haben sich über den aktuellen Entwicklungsstand von Strom erzeugenden Heizungen, sowie die Genehmigung, die Einbindung und die Installation unterschiedlicher Systeme informiert. Abgerundet wurde die Tagung durch die Präsentation von Betriebser-
fahrungen, die bei ersten
Installationen gewonnen werden konnten. Mitveranstalter der Tagung waren die VNG AG, die MITGAS GmbH, die EVG GmbH, der DVGW Landesgruppe Ost, sowie das DBI GUT GmbH. In einer Ausstellung konnten verschiedene bereits verfügbare bzw. in der Entwicklung befindliche Geräte besichtigt werden und Fragen direkt mit den Herstellern bzw. Vertriebspartnern diskutiert werden.

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Internationale Fachtagung
"Dezentrale Energieversorgung mit Erdgas in Einfamilienhäusern"

Ein Rückblick auf die Veranstaltung vom 23. November 2005 in Essen. Mehr als 100 Teilnehmer der am Gaswärme-Institut (GWI) in Essen ausgerichteten Tagung konnten sich davon überzeugen, dass eine Menge geschieht – in Deutschland, Europa und anderen Teilen der Welt. Mitveranstalter der Tagung waren das GWI, der DVGW, der
Energie & Management Verlag, die E.ON Ruhrgas AG, die GASAG AG, die
MVV Energie AG, die rhenag AG sowie der SVGW (CH).

In einer Informationsrunde gaben Hersteller einen Einblick in den aktuellen Stand der Gerätetechnik und skizzierten Wege und Chancen bei der Markteinführung.

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